ISOLDE FREPOLI

Ausgewählte Arbeiten aus den letzten 25 Jahren

21. märz 2026
- 29. april 2026

Der Ursprung des Menschen ist der biblischen Schöpfungserzählung zufolge bekanntlich Erde, Lehm, hebräisch: adamah – wobei festzuhalten ist, die adamah ist grammatisches Femininum.
Die Bildhauerin, Keramikerin Isolde Frepoli widmet sich vorzugsweise der Darstellung der menschlichen Gestalt im Portrait, allerdings ohne die Identität der Dargestellten offenzulegen oder Biographisches darin zu berichten.
Vergessen wir nicht: Wir Betrachtende sind für die Dargestellten genauso Unbekannte. Schließlich wird die wechselseitige Anonymität selber das Unverwechselbare in der Auseinandersetzung mit diesen Werken aus Terrakotta. Die Anonymität selbst scheint – wenn wir uns en face zu den festgehaltenen Gesichtszügen aufhalten – die Gesprächsleitung zwischen dem Abbild und unseren betrachtenden Augen zu übernehmen.
Jedes dieser Portraits, italienisch ritratto, buchstäblich Rück-Zug, Verzicht, regt dazu an, noch einmal einen kleinen Schritt zurück zu treten und dann womöglich die Stelle eingenommen zu haben, in dem die Namenlosigkeit sich wie infolge einer Metamorphose ungeahnterweise verwandelt in einen Eindruck, einen Kontakt.

Isolde Frepoli, 1961 in Savona (SV), Italien geboren und in Rom aufgewachsen, übersiedelte nach ihrem Abitur nach Deutschland. Sie studierte von 1983 bis 1989 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, wo sie Meisterschülerin und später Assistentin von Prof. Erich Koch war. Seit 1990 ist sie als freischaffende Bildhauerin tätig. Unter zahlreichen Präsentationen Ihres Schaffens sei die Einzelausstellung „Begegnungen“ (2017) im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München hervorgehoben. Isolde Frepoli lebt und arbeitet in Schlangen (Lippe).

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