Raimer Jochims – ausgewählte Arbeiten

31. Januar - 11. März 2026

– und parallel zu den Werken von Raimer Jochims Arbeiten von :
JOSEF ALBERS · FRANK BADUR · CHEN QIANG · CHEN RUO BING · CLAUDIA DESGRANGES · ULRICH ERBEN · WINFRIED GAUL · RUPPRECHT GEIGER · RAIMUND GIRKE · KUNO GONSCHIOR · GOTTHARD GRAUBNER · EDGAR HOFSCHEN · MICHAEL JÄGER · HORST KEINING · HARTWIG KOMPA · KATHARINA LÖKENHOFF · MA SHUQING · EBERHARD ROSS · HARALD SCHMITZ-SCHMELZER · SHEN CHEN · SUSANNE STÄHLI · ZHANG XUERUI

Eine Ausstellung mit Werken von Raimer Jochims.

Präsentiert werden aus unterschiedlichen Schaffensperioden stammende Werke auf hölzernen Bildträgern, auf Leinwand sowie auf Papier.
Parallel zu dieser Schau präsentieren wir ausgewählte Werke von zweiundzwanzig weiteren künstlerischen Positionen
.

Auf den ersten Blick, den man auf die gegenstandslose Malerei von Raimer Jochims wirft, mag zunächst eines frappieren:
Die unsere Gewohnheiten überraschende Form des einzelnen Bildes – und der Plural so verschiedener Bildformen im Neben- und Beieinander.
Um der Lebendigkeit eines konkreten Kolorits willen, anstelle der Beengtheit durch vier gleiche 90°-Winkel, hat Raimer Jochims den Entschluss gefasst,
die äußere Kontur des Bildganzen zu variieren, denn: „Farbe ist nicht rechteckig“ – mit den eigenen Worten des Künstlers.

Chronologisch: Mitnichten steht für den Maler das Format des Gemäldes fest, und innerhalb dessen würde nun Farbe eingesetzt und platziert, überhaupt der Willkür unterworfen werden.
Im Gegenteil: Noch vor der ersten malerischen Handlung überlässt der Maler es ihr – also der Farbe – sich ihm – und zwar vor dem inneren Auge – zu zeigen und zu nähern.
Schon da sind es die Farben selbst, die ihre Wirkung tun und für sich diejenige Form, die sie nötig haben um zur Entfaltung zu kommen, einfordern.
Alles, was sich als physische Arbeit am Bild ergibt, beginnend mit der Vorbereitung des bloßen Bildträgers, ist Antwort auf die Ansprüche, wie sie die Farben gestellt haben.

RAIMER JOCHIMS,
Raimer Jochims, 1935 geboren in Kiel, lebt und arbeitet heute in Maintal bei Frankfurt am Main. Als studierter Philosoph und Kunthistoriker erarbeitete er eine Identitätskonzeption, die für sein künstlerisches Schaffen bestimmend werden sollte. In einer ersten Schaffensphase seit 1961 sind Texte ebenso sowie Verlaufsbilder, schwarze Bilder und Zeichnungen entstanden. Der Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Karlsruhe und der Akademie der Bildenden Künste in München (1967-71) schloss sich die Berufung an die Frankfurter Kunsthochschule (Städelschule) als Professor für Freie Malerei und für Kunsttheorie an (1971-97). Künstlerisch folgten auf eine Arbeitsphase „Formen der Farbe“aus Spanplatten und Papier, wo er die Malerei endgültig aus dem Korsett des Rechtecks löste (1973-74), zwei parallele Phasen, in denen er durch die Farbe weitere Materialitäten malerisch erschließt: „Steine“ und „Malbücher“ (seit 1979). Raimer Jochims ist gleichermaßen gefragter Redner zu Gegenständen der Kunsttheorie und -geschichte wie auch zum eigenen künstlerischen Tun, das man als beständig vertieften Dialog mit dem Phänomen Farbe bezeichnen könnte.

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