dirk hupe
restzeichen - zeichenreste - zeichenspuren

26. Juni - 30. Juli 2020

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dirk hupe - "restzeichen - zeichenreste - zeichenspuren"

Die Galerie Frank Schlag & Cie. zeigt in den Räumen in der Teichstraße 9, 45127 Essen, die dritte Einzelausstellung des Künstlers Dirk Hupe. Es werden ausgewählte Arbeiten aus der neuesten Werkgruppe des Mülheimer Künstlers zu sehen sein.

In der Ausstellung werden u.a. Arbeiten aus den Serien „the beastly theory of images and signs“ und „the beastly theory of the remains of signs“ zu sehen sein. Dort setzt sich Dirk Hupe mit den in unserer Gesellschaft allgegenwärtigen Themen „Medien“ und „Kommunikation“ auseinander und baut diese in Form von Zitaten, Fragmenten in gewohnt abstrakter Manier in seine Werke mit ein. Wie der Titel schon sagt, beschäftigt er sich mit der Theorie der Schrift/Typografie, Bilder und Zeichen. Bei der Entstehung der wirren Geflechte aus Linien, Punkten und Übermalungen, die Hupe liebevoll „Vernetzungen“, „Endlosschleifen“, „Textmarkierungen“ oder „Zitatfragmente“ nennt, orientiert er sich u.a. an Zitaten Wittgensteins und Becketts, Kinderzeichnungen, Filmen, Gemälden anderer Künstler oder bedient sich an persönlichen Fotografien sowie Eindrücken aus dem Alltag. Die meist auf Leinwand befindlichen Arbeiten bestechen durch ihre Schichtung aus verschiedensten Materialien und Techniken. Die verschachtelten, überlagernden Ebenen aus typographischen, abstrakten Strukturen verbergen meist ältere Werke, die von Hupe bewusst übermalt wurden. Die an einigen Stellen teils noch sichtbaren „Restzeichen, Zeichenreste und Zeichenspuren“ sind namensgebend für diese Ausstellung.

Die vom Künstler oft stark abstrahierten schriftlichen Elemente erzeugen virtuose Kompositionen, die zu intensiver Betrachtung einladen. Die diversen Hintergründe der einzelnen Werke ohne weitere Informationen zu ergründen oder jegliche eingearbeitete Wortfetzen zu entziffern ist dabei nahezu unmöglich, da die Gesamtwirkung jedoch immer eine abstrakte bleibt. Interessant sind auch Hupes Buchobjekte. Da sich der Künstler zur Inspiration oftmals literarischer Schriften und wissenschaftlicher Werke bedient, steht das Buch exemplarisch für seine künstlerische Auseinandersetzung mit Text und Schrift.

Der Mediakünstler Dirk Hupe, 1960 in Essen geboren, ist in den letzten zwanzig Jahren in zahlreichen Ausstellungen in Galerien und Museen in Deutschland vertreten gewesen. Nach einem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Düsseldorf und einem, mit Diplom abgeschlossenen, Kommunikationsdesign Studium an der Universität GH Essen, bei Prof. László Lakner, studierte er im Rahmen einer DAAD-Jahresstipendiums freie Malerei und Fotografie an der ArtEZ hogeschool voor de kunsten in Arnheim und absolvierte dort sein postakademisches Examen. Es folgten mehrere Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen im Ruhrgebiet, wo sich Dirk Hupe nach wie vor beheimatet fühlt, lebt und arbeitet.