Chinese Abstract Painting Today!- Part Two

27. Juli - 07 .September 2018

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„Chinese Abstract Painting Today! - Part Two“

Die Galerie Frank Schlag & Cie. zeigt in den Räumen in der Teichstraße 9, 45127 Essen, eine Gruppenausstellung mit ausgewählten Werken von 16 chinesischen Künstlern. „Chinese Abstract Painting Today - Part Two“ ist der eigentlich dritte Teil einer im Jahr 2011 unter dem Titel „China Abstract Painting Now“ begonnenen Ausstellungsreihe, die sich chinesischen Positionen der abstrakten Malerei widmet.

Die zeitgenössische Kunst Chinas ist wie das Land selbst geprägt von dem Wandel, den es durch die Jahre vollzogen hat. Durch den rasanten Aufstieg vom ehemaligen Schwellen- zum heutigen Industrieland, vom Kommunismus geprägt, aber dennoch der Tradition verbunden, sind auch die Künstler des Landes der aufgehenden Sonne, zerrissen und suchen ihre jeweils eigenen Wege, all diese Einflüsse in ihren Kunstwerken zu verarbeiten. Die Dichotomie von Tradition und Moderne, das Nebeneinander von altchinesischen naturnahen Weisheiten, Lebensweisen sowie Techniken und der industriellen Massenproduktion, die mit der florierenden Industrie Chinas als heutige Wirtschaftsmacht das Land wie eine Welle überflutete, fordert neue Herangehensweisen an den tief verwurzelten Kunstbegriffs Chinas.

Die traditionelle chinesische Malerei beschäftigte sich hauptsächlich mit figurativen sowie naturnahen Motiven und war überwiegend mit der Technik der Tuschemalerei verbunden. Berge und das Wasser waren lange Zeit klassische Sujets mit denen sich Künstler auseinandersetzten, sie perfektionierten und sich dabei auf Leitsätze der Philosophien des Daoismus im Sinne von Ying-Yang oder den Zen-Buddhismus beriefen. Diese Thematiken finden sich auch in der abstrakten chinesischen Malerei zeitgenössischer Künstler wieder, die sich zumeist, auch wenn sie fortgezogen sind, auf ihre Kultur sowie die traditionelle Kunstgeschichte ihres Heimatlandes berufen und diese neu in Szene setzen.

Ähnlich der Kunst der Kalligraphie sind die Arbeitsweisen, der in dieser Ausstellung vertretenen Künstler, die zwischen den 40er und 80er Jahren geboren sind und allesamt in belebten Metropolen wie Shanghai, Peking, Shenzhen, New York und Düsseldorf leben, von großer Hingabe, inniger Versenkung,  steter Wiederholungen und beinahe meditativen Abläufen geprägt. Die vollendeten Kunstwerke führen die Arbeitsweisen der, wohl größtenteils in Strenge und Regime aufgewachsenen, Chinesen eindrucksvoll vor Augen. Mit größter Sorgfalt und Ambition schaffen sie moderne Landschaften durch die Verwendung von neuzeitlichen sowie traditionellen Medien wie Acryl- , Öl- oder Aquarellfarben, Bleistift, Kohle, Tusche bis hin zu Garn auf den Trägern Leinwand, Holz oder Papier. Diese strahlen mal Kontemplation aus, wie die Arbeiten des in New York lebenden Künstlers Shen Chen, der mit seinen fließenden Farbverläufen verblüffende Tonabstufungen schafft, die dem Auge  Ruhe gönnen, andere Arbeiten hingegen erwecken das Gefühl von Hektik und Lärm, wie die wirren Gitterstrukturen des Künstlers Xu Ruotao. Auch die Werke der Künstlerin Du Jie zeigen flirrende All-Over Musterungen, wobei jene auf Leinwand mit lauten plakativen Farben unterlegt sind, wohingegen die Tuschezeichnungen auf Papier eine fast stille Eleganz ausstrahlen. Durch ausgewählte Kombinationen von Mustern, Farben, Formen und Strukturen machen die abstrakten Künstler Chinas subtil jene Kontraste sichtbar, die sich auch in ihren Lebensläufen zeigen, welche sowohl durch ihr Geburtsland und die damit verbundenen Erfahrungen geprägt, als auch von der charmäleonartigen Anpassungsfähigkeit an den dort vollzogenen Wandel und neue Lebensumstände sowie -räume zeugen.

Daher versucht der zweite Teil der Ausstellungsreihe „Chinese Abstrakt Painting Today“ einen weiteren Einblick in die Vielschichtigkeit der abstrakten chinesischen Kunst zu geben und zeigt neben Arbeiten von Chen Ruo Bing, Chen Qiang, Ding Yi, Du Jie, Ju Ting, Liang Quan, Liu Wentao, Ma Shuqing, Shen Chen, Xu Hongmin, Xu Ruotao, Yin Ge und Zhou Yangming im zweiten Teil auch Werke von den drei Künstlerinnen Chi Qun, Jiang Shu und Ji Xu, die in der ersten Ausstellung nicht zu sehen waren.

 

Die Vernissage findet am Freitag, dem 27. Juli 2018, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr statt. Die Werke werden bis zum 07. September 2018 zu sehen sein.