Terry
Taylor wurde 1958 in Geelong, Victoria/ Australien
geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Melbourne. Seit
Ende der 70er Jahre sind ihre Arbeiten in zahlreichen
Einzel- und Gruppenausstellungen „Down Under“ gezeigt
worden.
Zum ersten Mal präsentierte die Galerie Frank Schlag und Cie. einen Künstler
aus Australien und leistete somit mal wieder „Pionierarbeit“. Zeitgenössische
Kunst aus Australien ist in Europa selten zu sehen und somit sogar den meisten
Kunstkennern unbekannt.
Die Ausstellung „Recent Works“ war die erste Einzelausstellung von
Terry Taylor in Europa und zeigte Arbeiten aus dem Jahre 2008.
In ihren aktuellen Bildern beschäftigt die Künstlerin das Thema „Memento
Mori – Gedenke zu sterben“. Ihre Werke erinnern entfernt an altmeisterliche
europäische Vanitas-Stillleben. Die Leinwand ist mit dunkler Ölfarbe
durchtränkt. Menschen-schädel und textile Fragmente sind zu erkennen.
Die Bilder erscheinen auf dem ersten Blick bedrückend und düster.
In den Werken von Terry Taylor ist ein Schädel nie alleine dargestellt.
Die Künstlerin setzt mehrere Totenköpfe zusammen und Accessoires daneben:
Messer, Haare, Tücher und Stoffe. Was auf den ersten Blick zum Beispiel
wie eine Schlangenhaut erscheint, ist in Wirklichkeit eine Spitzenbordüre.
Blumenmuster werden sichtbar. Diese verleihen den Bildern etwas romantisches,
weibliches. Damit haucht sie den Gemälden Leben ein und spiegelt somit gleichzeitig
die Vergänglichkeit des Seins wider: „Unser Leben ist nur ein vorübergehender
Besuch.“ (Zitat Terry Taylor) |