Seit den 90er Jahren zählt der in Shanghai lebende
Zhou Tiehai (* 1966) zu den auffälligsten und bekanntesten
Künstlern der chinesischen Kunstszene.1987 beendete
er sein Studium an der Kunstschule der Universität
in Shanghai und war 1998 der Preisträger des Contemporary
Chinese Art Award.
Nachdem Zhou Tiehai aus der Werbebranche, in der er arbeitete,
zur Kunst zurückkam, befasste er sich mit der Dehnbarkeit
der zeitgenössischen Kunst. Folglich formte er eine
freche, aber dennoch kultivierte Kritik an der Kunst. Seine
Untersuchungen der zeitgenössischen Kunst kombiniert
er mit einer unvergleichlichen Leidenschaft und Impulsivität,
die bei der Betrachtung seiner Bilder deutlich werden.
Seine manipulierten Porträts von altmeisterlichen
Gemälden, denen er den Kopf von "Joe Camel",
- der Werbefigur eines Tabakkonzerns- aufsetzt, gehören
zu der Werkgruppe der so genannten „Placebos“.
Zhou Tiehai betrachtet das Kamel als sein verändertes
Ego. Auf diese Art verleiht er diesen meist streng wirkenden
Bildern einen humorvollen Akzent. Mit seiner Serie der „Joe
Camel-Bilder“ wurde Zhou Tiehai international berühmt.
Seit 1996 sind seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen
in der ganzen Welt gezeigt worden. Im Jahr 2000 waren seine
Arbeiten erstmals in Deutschland im Museum Schloss Morsbroich
in Leverkusen zu sehen.
Die Galerie Frank Schlag & Cie. zeigt vom 1. Dezember
2006 bis zum 19. Januar 2007 zum ersten Mal die Einzelausstellung „Oilpaintings
2006“, in der Ölbilder von Zhou Tiehai zu sehen
sind. Präsentiert werden Arbeiten aus der Reihe der
Kamelbilder. Dies ist die zweite Einzelausstellung des Künstlers
in Deutschland.
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