. Eva Schwab



- Nachbilder -

10. September - 22. Oktober 2004


Eva Schwab, geboren 1966 in Frankfurt am Main begann 1989 ihr Studium der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Markus Lüpertz und beendete 1995 das Studium als Meisterschülerin. 1991 erhielt sie den Kunstförderpreis des Kunstvereins Düsseldorf, 1992 Aufenthaltsstipendium, School of Visual Art, New York und 1993 Stipendium der Cité Internationale des Arts, Paris des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, NRW. 2002 führte sie eine Gastdozentur an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten, Den Haag aus. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
In ihren Werken untersucht Eva Schwab die Familienfotos ihrer Kindheit und Jugendjahre bis zu den Portraits ihrer eigenen zwei Kinder nach bleibenden Formen und Inhalten und teilt dabei ihr Werk in zwei Bereiche auf.
-Die erste Serie dieser Erinnerungsarbeit, die „Weltbilder" besteht aus einer Vielzahl kleinformatiger Aquarelle auf wachsdurchtränkter Leinwand. Sie selbst sagt "Wachs als rückblickender Malgrund und Trägermaterial für vergrößerte Fotokopien lässt eine pergamentartige Transparenz entstehen, die die Dematerialisation des Fotos beabsichtigt. Durch die malerische Auflösung der Abbildung wird Raum für weitergehende Erinnerungen geschaffen. Die scheinbare Banalität der dargestellten Szenen appelliert an das kollektive Erinnerungsgefühl: Was bist du? Was bin ich? Der Blick zurück dient der Erkenntnis der Gegenwart."
In der zweiten Serie der Erinnerungsarbeit wird die zeitliche Weiterführung der Weltbilder veranschaulicht und erforscht, was in diesen „Bildern danach" auf übergeordneter Ebene angelegt ist und erst noch werden will. Dies ist der Blick nach vorne. Eva Schwab: „Nachbilder sind Lichtbilder, die hinter geschlossenen Augen entstehen. Das Portrait, die Landschaft, das Erlebte, das Gefühl erlangt in der Duplizität Vergleich- und Wahrheitsbetrachtung." Im Nachbild ermöglicht sich die Befragung des Vorbildes, und umgekehrt.-*
(*Zitate aus dem Text "Was bleiben will, wird dannach werden" von Konstantin Adamopoulos über die Arbeiten von Eva Schwab)
 

Erdgeschoss: | Raum 1 | Raum 2 |

| zurück |