Otto Ritschl

 
     
   
     

Komposition 1958-23

1958
Öl auf Leinwand
97 x 130 cm
WVZ 1958-23

   


BIOGRAPHIE - Otto Ritschl

1885 geboren am 9. August in Erfurt als zweites von fünf Kindern des Kaufmannes Franz Ritschl
1903 Grundausbildung beim Militär
1905 Arbeit in Schreibstuben, danach Büro-Tätigkeit u.a. am Gouvernementsgericht in Mainz
1908 Tätigkeit an der Landesbank Wiesbaden
schriftstellerische Arbeiten u.a. für das Theater
1914 Tätigkeit als Ausbilder von Landwehrrekruten
1915 erste Premiere eines seiner Stücke am Hamburger Thalia-Theater
Heirat mit Doroa Nötzel
Wiederaufnahme der Tätigkeit an der Landesbank Wiesbaden
1918 erste Erfoge als Schriftsteller und Bühnendichter
erste malerische Versuche
Geburt des Sohnes Helmut
1919 Beurlaubung für 1 Jahr von der Tätigkeit an der Landesbank, um sich intensiver der Malerei widmen zu können
Aufgabe der schriftstellerischen Tätigkeit und Vernichtung der Manuskripte
erste Ausstellung im Nassauischen Kunstverein in den Räumen des städtischen Museums Wiesbaden
Verkauf erster Bilder
endgültige Kündigung seiner Stellung als Bankangestellter und Tätigkeit als freischaffender Künstler
1925 Teilnahme an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim. Die Begegnung mit den Werken anderer Ausstellungsteilnehmer ist enttäuschend und lässt ihn an den Möglichkeiten realistischer Darstellungsweisen zweifeln.
Gründung der freien Künstlerschaft Wiesbaden
Wahl zum 1. Vorsitzenden (bis 1933)
teilweise Vernichtung der bisherigen Produktion
1929 mehrmonatiger Aufenthalt in der französischen Kunstmetropole Paris
Begegnung mit Max Ernst
Vortragstätig an der Volkshochschule in Wiesbaden
1932 Lösung von figurativen Motiven
1933 Frühjahr. Ausstellung der ersten gegenstandslosen Gemälde im Folkwang-Museum, Essen.
Vorzeitiger Abbruch nach einer Intervention der Nationalsozialisten: "Ihre Bilder wurden zum Schutz des Volkes abgehängt."
Rückzug aus der Öffentlichkeit und Weiterarbeit in der Abgeschlossenheit des Ateliers
künstlerischer Austausch mit Alexej von Jawlensky
1937 Entfernung von "entarteter Kunst" aus öffentlichem Besitz, darunter auch Bilder von Ritschl
Beschäftigung mit kulturhistorischen Fragestellungen im Zusammenhang mit einem Buchprojekt
1939-44

Dienstverpflichtet beim Finanzamt Wiesbaden (bis 1942)
die Gemälde sind verpackt im Keller gelagert
Vermisstenmeldung des Sohnes (1942)
Zerstörung der Ateliers und dreimaliger Wohnungswechsel

1945 Rückzug in die halbzerstörte Wohnung
Nach Kriegsschluss infolge Materialmangesls entstehen erste Aquarelle und Gouachen
später erneut ausschließlich Ölmalerei
1946 Wiederaufnahme der Malerei und Auseinandersetzung mit Picasso
Beteiligung an der "Allgemeinen deutschen Kunstausstellung" in Dresden
1947 Ausstellung bei Ottomar Domnick in Stuttgart in einer Reihe mit Baumeister, Ackermann, Winter und Meistermann
1948 Mitglied der Rheinischen Sezession und Teilnahme sn der ersten Ausstellung
1949 Gründungsmitglied der Neuen Rheinischen Sezession
1950 Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession
Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes sowie der Münchener Neuen Gruppe
1954 Beteiligung an der Ausstellung "Internationale Sezession" in Schloss Morsboich, Leverkusen
Mitglied des Deutschen Künstlerbundes
Beginn der "geometrischen" Werkphase
1955 größere Einzelausstellung zum 70. Geburtstag im Neuen Museum Wiesbaden
Beteiligung an der Ausstellung der Gruppe "ZEN", München
Teilnahme an der ersten großen internationalen Kunstausstellung in Deutschland, der documenta 1 in Kassel
Verleihung der Goetheplakette des Landes Hessen
1958 Tod der Ehefrau Dora Ritschl
1959 nochmaliger Wechsel der Formansprache
1960 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des Villa-Romana-Preises
Einzug in das neuerichtete Atelier-Haus am Stadrand von Wiesbaden
1961 Ausstellung zum 75. Geburtstag in Von der Heydt-Museum, Wuppertal
1965 Verleihung der Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wiesbaden
das 1. deutsche Fernsehen sendet ein Ritschl-Porträt
Ausstellung zum 80. Geburtstag im Mittelrhein-Museum Koblenz
1970

Ausstellung zum 85. Geburtstag in den Räumen des Berufsverbandes bildender Künstler in München
Verfassung der "Biographischen Notizen"

1970/ 71 Arbeit an Manuskripten für zwei Schauspiele mit den Titeln "Die Meinungsmacher" und "Der Hexenstein"
1972 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes
1973 Ausgehen von den Vorarbeiten des Koblenzer Katalogbuches (1970 zur Ausstellung im Mittelrhein-Museum Koblenz)
erscheint ein vollständiges Werksverzeichnis, bearbeitet von Wolff Mirus
1975 Ehrenplakette der Landeshauptstadt Wiesbaden
1976 Gestorben am 1. Juli in Wiesbaden